Dieses kleine Museum steht auf dem Gelände der Schlacht von Tabaruzaka, der größten Schlacht des Satsuma-Aufstandes von 1877. Die Schlacht dauerte 17 Tage, vom 4. bis zum 20. März, aus der die Armee der Zentralregierung siegreich hervorging. Das Schlachtfeld, das sich über zwei Hügel und das dazwischen liegende Tal erstreckt, wurde in einen mit Kirschbäumen und Azaleensträuchern bepflanzten Park verwandelt.
Die Rebellion brach aus, als die Samurai der Satsuma-Domäne (des heutigen Kagoshima), die ihren Status durch die Reformen der 1868 eingesetzten Meiji-Regierung bedroht sahen, beschlossen, auf Tokio zu marschieren. Auf ihrem Weg nach Norden hielten sie an, um die Burg Kumamoto zu belagern, die von Anhängern der Meiji-Regierung besetzt war. Da der Verlust der Burg eine klare Botschaft der Schwäche gesendet und möglicherweise sogar einen lokalen Aufstand in einen nationalen Bürgerkrieg verwandelt hätte, war die Regierung entschlossen, sich durchzusetzen, und schickte kaiserliche Truppen, um die Belagerung zu brechen. Die Regierungstruppen waren den Rebellen zahlenmäßig weit überlegen und verfügten über überlegene Waffen für den Fernkampf (einschließlich importierter britischer Feuerwaffen), obwohl die Rebellen im Nahkampf im Vorteil waren, da sie im Umgang mit Schwertern geübt waren.
Die Ursachen des Krieges
Der erste Raum des Museums beschäftigt sich mit den Ursachen des Krieges. Der zweite Raum zeigt eine Video-Nachstellung der Schlacht von Tabaruzaka, komplett mit einem Diorama, dramatischer Beleuchtung und Soundeffekten. Die Szenen des Nachstellung der Kriegshandlung basieren auf Ausgrabungen auf dem Schlachtfeld, die zeigen, wo die Kämpfe am intensivsten waren. Es folgen Exponate, die die Kleidung und Waffen der beiden Seiten zeigen. Die Samurai-Rebellen trugen ihre eigene Kleidung, während die Regierungstruppen aus Wehrpflichtigen bestanden, die Uniformen erhalten hatten. Die Hauptwaffe, die in diesem Konflikt verwendet wurde, war das relativ moderne Hinterladergewehr Snider-Enfield, das viel schneller geladen werden konnte als die älteren Vorderladergewehre. Die relative Schwäche der Rebellen lässt sich daran erkennen, dass sie gebrauchte Geschosse einschmelzen und zur Wiederverwendung gießen mussten. Sie waren sogar gezwungen, eine spezielle lokale Satsuma-Währung zu drucken, als ihnen die Mittel ausgingen.
Gleich außerhalb des Hauptgebäudes des Museums befindet sich ein vom Kampf gezeichnetes Lagerhaus, eine Rekonstruktion eines tatsächlichen Lagerhauses, das einst in der Nähe stand. Hier wird erklärt, wie die hohen Verluste des Satsuma-Aufstandes den Grafen Sano Tsunetami (1822-1902) dazu inspirierten, die Hakuaisha Philanthropic Society zu gründen, aus der sich später das Japanische Rote Kreuz entwickelte.